DER PFAU
Der Pfau schleppt eine schwere Bürde
an Schönheit hinterher.
Einmal am Tag trägt er zur Schau die Würde,
entfaltet seine Last zum Farbenmeer..
Er schlägt das Pfauenrad, stolziert im Kreise,
daß alle andern seh’n die Pracht.
Er blufft perfekt auf diese Weise,
doch wenn er schreit, alles zusammenkracht.
Der Klageton schrillt weithin und ins Ohr,
ein Laut, wie ein gequältes Kind;
Das Publikum, bewundernd grad zuvor,
wendet sich schaudernd ab und flieht geschwind.
Es ist bekannt, wo Licht ist, ist auch Schatten.
Grauen und Schönheit liegen Rand an Rand.
Auch auf den schönsten Schiffen leben Ratten -
Und Gut und Böse gehen Hand in Hand.
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