
WO ICH NICHT BIN, IST DAS GLÜCK
Wo ich nicht bin, ist das
Glück ... war das Camus oder Sartre ..., überlegt Vera,
während sie andächtig der Geigenmelodie eines
Straßenmusikanten lauscht. Süß und wehmütig
erklingt die Weise, zaubert Lächeln auf die Gesichter der
Menschen, die im Kreis um den Geigenspieler stehen. Vera beobachtet den
Roma genau. Viel mehr als seine Musik zieht sie in ihren Bann. Sein
Körper ist eins mit dem Spiel, der Geigenbogen die
Verlängerung seines Armes. Er hält die Augen geschlossen.
Einzig das Lied bestimmt diesen Moment.
Auf dem Asphalt liegt der
Geigenkasten, einige Münzen schimmern darin. Im Deckel klebt ein
Stück Pappe. "Danke" steht dort in verschiedenen Sprachen
geschrieben.
Es ist Samstagvormittag.
Shoppingtime in der Kaufingerstraße. Erst als der letzte Ton
verklungen ist, öffnet Mosha die Augen. Er setzt das Instrument
ab, verbeugt sich. Applaus. Geldscheine fliegen in den Geigenkasten.
Mosha bedankt sich überschwänglich. Mit Schwung wirft er sein
glänzendes Haar nach hinten. Dann legt er die Geige wieder an.
Nach den schmelzenden Tönen stimmt er nun eine rasante Melodie an.
Mosha beginnt zu tanzen. Er lacht, seine Augen sprühen ein ganzes
Feuerwerk von Lebenslust ins Publikum. Der Funke springt über, die
Zuhörer klatschen mit, lächeln einander fröhlich zu.
Aufmunternd nickt der Roma.
„Tanzen, hoppa!“, ruft er. Vera probiert ein paar Schritte, beobachtet
Moshas Füße, nimmt seine Bewegung auf. Es ist mehr ein
Stampfen als ein Tanzen. Vera spürt das Beben bis in den Kopf
hinauf. Wie gut ihr das tut! Wohlige Wärme breitet sich in ihr aus.
Bei ihr zu Hause wurde
gestern auch getanzt. Ein Pas de Deux der besonderen Art. Vera wollte
schlafen gehen. Doch Rudi stand der Sinn nach Tanzen. Er hatte zu viel
getrunken. Vera stieß ihn weg, doch er packte sie um die
Hüften, presste sie an seinen Leib, rieb sich an ihr.„Los, mach’s
mir, wie früher!“
Vera spürte Brechreiz,
das lag nicht am Alkoholdunst, den Rudi ausströmte. Er
drängte sie zum Bett, öffnete seine Hose und zwängte
sich zwischen ihre Schenkel. Dann schlief er ein. Vera zog ihren
Körper unter dem seinen hervor und legte sich an den Rand des
Bettes.
Es ist der Alkohol. Vera
wiederholt diesen Satz wie ein Gebet, um die Demütigung besser
ertragen zu können.
Mosha betrachtet Vera
aufmerksam beim Tanzen. Ihre Augen sind traurig, obwohl sie doch vor
Freude strahlen sollten. Er spielt nur für sie. Vera bleibt
stehen. Sie bemerkt seinen Blick, wird verlegen und geht. Sie muss
Geschenke für Rudis Geburtstag besorgen.
Auf dem Rückweg spielt
Mosha immer noch. Vera kann ihn nicht sehen, so dicht stehen die
Menschen beieinander. Aber seine Melodie schneidet in ihr Herz. Rasch
geht sie weiter.
Als sie im Auto sitzt
spürt sie ein Kribbeln im Bauch, das sie schon lange nicht mehr
gespürt hat. Tief atmet sie durch.
Genauso ist es ihr damals
ergangen, als sie dem Literaturprofessor sagte, dass sie ihr Studium
abbrechen würde, weil sie ein Kind von Rudi erwartete. Der
Professor war daraufhin sehr zornig und brüllte sie an:„Brechen
Sie lieber die Schwangerschaft ab statt des Studiums! So eine
hochbegabte Person, Sie machen sich die Karriere kaputt!“ Vera
unterdrückte die aufkeimende Unsicherheit, ob ihre Entscheidung
die richtige sei. Das Einzige, was für sie zählte, war die
Vorstellung einer herrlichen Zukunft mit Rudi.
Sie schwärmte für
ihn, den zehn Jahre älteren und damit reiferen. Seine
charismatische Ausstrahlung, die Zärtlichkeiten, und wie er
lebenserfahrene Weisheiten von sich gab, ließen sie keine Sekunde
daran zweifeln, dass er ihr Schicksal war, ihre große
Liebe.
„Mama?“
Vera hört die
vorwurfsvolle Stimme ihrer Tochter, als sie die Haustür
aufschließt.
Sie fällt beinahe
über deren Schultasche.
„Susi! Kannst du nicht einmal
dein Zeug an seinen Platz tun?“
„Wo warst du?", fragt das
Mädchen. „Ich habe Hunger!“
„Mach dir ein Brot, Himmel,
du bist fünfzehn, soll ich dich auch noch füttern?“
Susi schneidet Grimassen.
„Ich muss Vaters Geschenke
verstecken.“
„Geschenke? Warum?“
„Hast du schon wieder den
Geburtstag von deinem Vater vergessen!“, antwortet Vera und läuft
mit den Paketen die Treppe nach oben.
Susi verdreht die Augen.
„Pfhhhhh“, schnaubt sie. „Er hat vorhin angerufen, es wird spät
heute.“
Vera träumt. Mosha
umarmt sie zärtlich, als er sie küssen will, plumpst Rudi ins
Bett und Vera schreckt auf. Rudi schnarcht mit offenem Mund.
Um sechs geht Vera joggen.
Moshas Lächeln verfolgt sie. Später unter der Dusche
erschauert sie erregt beim Einseifen ihrer Brüste.
Gegen Mittag schlurft Rudi
verkatert in die Küche. Vera ist beim Marinieren der Lammkoteletts
und Hühnerteile für das Gartenfest.
„Na? Hoffentlich hast du
diesmal besseres Fleisch erwischt, Vera“, begrüßt er sie
gähnend.
„Happy Birthday, Rudi!“ Sie
erschrickt über den zwitschernden, verlogenen Klang ihrer Stimme
und hüstelt.
Er grinst und kneift sie in
den Po. „Kaffee, Süße -“, zischt er ihr ins Ohr. Vera
drückt sich an ihm vorbei und richtet die Kaffeemaschine her.
„Hattest du gestern einen
netten Abend, Rudi?“ Sie versucht freundlich zu sein, es ist sein
Geburtstag.
„Was ist? Wird das ein
Verhör?“
„Nein, entschuldige.“
„Papi! Alles Gute zum
Geburtstag!“ Susi stürmt ihrem Vater entgegen. Sie macht es sich
auf seinem Schoß bequem, lehnt ihren Kopf an seine Brust.
„Susi, lass Papa in Ruhe
seinen Kaffee trinken“, sagt Vera.
„Hör auf, mäkle
nicht dauernd rum an meiner kleinen Maus.“
„Ja, Papi!“ Susi drückt
ihm einen Kuss auf die Wange.
Vera klatscht die
Fleischstücke in die Marinade und verlässt die Küche.
Schon ist Rudi hinter ihr, fragt: „Was soll das? Missgönnst du mir
das auch noch? Du bist wirklich das Letzte!“
Vera zieht die Luft mit einem
schluchzenden Laut ein.
„Was ist nur passiert mit
uns, Rudi ...“, fragt sie und sieht ihm in die Augen dabei.
„Ich weiß es auch nicht
...“
Einen Moment lang werden
seine Gesichtszüge weicher und er scheint nach Worten zu suchen.
Dann lächelt er.
Das Herz tut Vera weh, bei
der Erinnerung an ihre Visionen von Glück und gemeinsamen Zielen,
die sie irgendwann zusammen erreichen wollten. Die langen Nächte,
die von Nähe erfüllt waren. Eine Welle der Zuneigung steigt
in ihr hoch, als sie den Widerschein ihrer Liebe in seinem Gesicht
sieht. Vera macht einen kleinen Schritt auf Rudi zu, die Welle in ihr
will überschwappen, ihn spüren lassen: ‚Versuchen wir es noch
einmal, anders -’
Doch augenblicklich zieht er
in einer hilflosen Geste die Schultern hoch, lässt sie wieder
fallen, senkt den Blick und wendet sich ab. Vera nimmt die
Autoschlüssel von der Ablage. „Bis dann“, sagt sie und
verlässt das Haus.
Sie wollte nur ein bisschen
herumfahren, ihre Gedanken ordnen, aber dann ist sie wieder auf der
Straße zur Innenstadt. Sie parkt unweit der Kaufingerstraße.
Er spielt an demselben Platz
wie am Vortag.
Und sie steht wieder vor ihm
und beobachtet ihn. Er erkennt sie und lächelt. Vera winkt ihm,
deutet ihm an, dass sie mit ihm sprechen will. Er spielt das Lied zu
Ende, bedankt sich, sagt: „Mittagspause“. Die Zuhörer zerstreuen
sich und Mosha nimmt das Geld aus dem Kasten, legt die Geige hinein.
Dann geht er auf Vera zu. Sein fragender Blick lässt das Eis in
ihr schmelzen, das bisher ihre Sehnsucht nach einem anderen Leben in
Schach gehalten hat.
Jetzt ist es wie ein
Aufwachen, während Vera ihn stumm anschaut. Es tut weh, die
Realität ihres Alltags mit voller Macht zu erkennen. Das zieht ihr
den Boden unter den Füßen weg, und der Wunsch nach Freiheit,
nach Vagabundenleben, nach Selbstbestimmung, die sie in Moshas Gesicht,
in seiner wettergegerbten Haut erahnen kann, wird übergroß.
„Nicht fallen -“ Vera
fühlt, wie ihre Schultern festgehalten werden. Sie kommt zu sich,
schwankt ein wenig und holt tief Luft.
„Verzeihen Sie“, murmelt sie.
„Schlecht, nicht wahr?“,
fragt Mosha und lässt sie langsam los. Vera nickt.
„Ja, mir wurde schwindlig, so
was! Ich wollte Sie um etwas bitten, Herr -?“
„Mosha Sisic. Sie sagen
einfach Mosha.“ Sein Händedruck ist sympathisch fest.
„Mosha ... gut. Mosha, was
kosten Sie in der Stunde?“
„Äh ... was meinen Sie,
Madame?“
„Sie werden doch einen Preis
haben?“, sagt Vera.
„Madame, ich bin nicht zu
kaufen.“
Vera wird rot. „Nein,
verzeihen Sie, ich meine das ganz anders ... Gott, ist mir das jetzt
unangenehm! Ich wollte fragen, ob Sie heute Nachmittag auf dem
Geburtstag meines Mannes musizieren würden? Wir geben eine
Grillparty in unserem Garten. Ich würde Sie dann wieder hierher
zurückbringen. Das meinte ich damit, Mosha!“ Sie ist atemlos.
Mosha lacht fröhlich. „Nun alles klar. Heute ist
Geschäft nicht gut hier, nur wenig. Ich komme spielen, ja.“
Im Auto will Vera wissen:
„Mosha, woher kommen Sie?“
„In Rumänien bin ich
geboren, aber schon lange unterwegs ...“
„Ach, das muss doch ein
wundervolles Leben sein! Frei und unabhängig, überall zu
Hause, auf der ganzen Welt, nicht wahr?“ Vera fühlt Wärme in
sich, sie ist nun wieder ganz entspannt und wartet auf eine
Bestätigung ihrer Worte.
„Mosha?“, fragt sie und sieht
zu ihm hin.
„Ja, Madame. Ich denke, Sie
möchten ... weg?“
„Nun ... ja, das möchte
ich.“
„Sie glauben, das, was ich
zeige mit Geige von mir ist mein Leben. Ist Abenteuer, ja?“
„Ja, Mosha, es ist
schön, wenn Sie Ihrem Instrument diese zauberhaften Töne
entlocken ...“ Vera lacht auf, dann sagt sie: „Wissen Sie, ich habe
neulich einen hinreißenden Film gesehen ... also Roma fuhren auf
dem Fluss und legten ab und zu an, um ihre Ware zu verkaufen oder eben
Musik zu machen ... und der Oberroma sah aus wie Sie ... ein bisschen
jünger -“
„Bitte weiter erzählen,
ist schön.“ Mosha lächelt.
„Bitte sehr!“ Sie schiebt
Mosha mit seinem Geigenkasten in die Diele. „Das ist deine
Geburtstagsüberraschung, Rudi!“, sagt Vera.
„Ein Mann? Soll der aus der
Torte hüpfen statt einer knackigen Blondine?“
„Ich spiele Musik, mein Herr.
Alles Glück ich wünsche zu Geburtstag.“
Rudi zieht eine Augenbraue
hoch. „Ach ja? Zigeunermusik?“
„Nein, der Herr.
Roma-Musik!“ Mosha packt den Griff des Geigenkoffers fester. Seine
Fingerknöchel werden weiß.
„Na, dann komm, Zigeuner,
gießen wir uns einen hinter die Binde.“ Rudi deutet mit einer
Kopfbewegung an, dass Mosha ihm folgen soll. Im Garten ist alles schon
hergerichtet für das Fest. Lampions an Schnüren zwischen den
Bäumen schwingen in der Sommerbrise hin und her. Tische sind mit
bunten Tüchern gedeckt, der Grill ist vorbereitet zum
Anzünden.
Die Männer setzen sich
und Rudi schenkt Bier in ein Glas ein. Er sagt: „Du trinken lieber aus
Flasche?“
„Ich trinke gerne aus Glas,
wenn möglich.“
Rudi murmelt: „Pack, aber
vornehm tun ...“, geht zum Tisch, auf dem die Gläser aufgereiht
sind und bringt eines.
„Danke, der Herr“, sagt Mosha.
Es ist Abend und die ersten
Gäste treffen ein. Mosha stimmt seine Geige.
Vera entdeckt ihn zwischen
den Kastanienbäumen.
„Also da sind Sie! Haben Sie
etwas gegen unsere Gäste?“
„Nein, Madame. Aber ist
anderes Gefühl, wenn ich draußen bin und die Menschen
kommen, mich hören. Hier ich muss kommen – Sie verstehen?“
„Es sind ganz nette Leute,
keine Sorge, spielen Sie einfach, ja?“
Vera hakt Mosha unter,
schmiegt sich an ihn und fühlt sich bei diesem schönen,
geheimnisvollen Mann geborgen wie nie zuvor. Rudi ist zu
beschäftigt mit den Gästen, um zu bemerken, wie nahe seine
Frau dem Roma ist.
Während Mosha seinen
Platz zwischen den Tischen einnimmt, klingt ein Satz in Vera auf:
‚Ich gehe in die Welt hinaus und werde etwas anderes, als ich bin!’ Ein
längst vergessen geglaubter Ausspruch aus einer Zeit, als sie ein
kleines Mädchen war. Immer, wenn es Streit gab zu Hause, hatte sie
diesen Satz ihren Eltern entgegengeschrieen.
„Ich gehe in die Welt hinaus
und werde etwas anderes als ich bin ...“, sagt sie nun leise und
bekommt feuchte Augen.
Mosha beginnt zu spielen.
Sein Repertoire ist
groß. Es reicht vom Volkslied über den Csardas bis zum
Hummelflug. Sein Spiel begeistert auch diese Zuschauer. Der
Applaus ist groß. „Mehr, gib uns mehr!“, ertönen einzelne
Rufe. Mosha springt auf einen Tisch, lacht, tanzt, fiedelt wie
besessen. Sein Hemd ist nass von Schweiß.
„Teufelsgeiger!“, jubelt
einer der Gäste. Längst sind alle aufgestanden. Es wird
gestampft und geklatscht. Die Frauen wirbeln in den Armen ihrer Partner
über das Gras. Moshas temperamentvoller Strich lässt die
Saiten des Geigenbogens reißen. Die weißen Fäden
streichen über seine dunkle Hand. Schließlich springt Mosha
vom Tisch, er braucht eine Pause. Vera, die wieder in ihre
Träumereien von Freiheit und Flucht mit diesem herrlichen
Künstler versunken ist, braucht eine Weile, bis sie bemerkt, dass
die Musik geendet hat.
„Kommen Sie, Mosha, ruhen Sie
sich aus. Wir gehen ins Haus...“, sagt sie.
Sie sitzen am
Küchentisch, Mosha trinkt Wasser. Er ist erschöpft. Sie
hätte ihm gerne den Nacken massiert, sieht ihm zu, wie er es
selber tut .
Rudi wankt singend herein:
„Komm Zigan, komm Zigan, spiel mir ein Lied ...“
Mosha steht auf und
schüttelt den Kopf.
„Ach du mieser, kleiner
Zigeuner, kannst ja gehen, wenn du fertig bist!“ Rudi lallt.
„Ja. Das werde ich tun jetzt.
Danke“, antwortet Mosha und packt seine Geige ein.
„Komm Zigan, komm ...“, singt
Rudi und geht auf unsicheren Beinen in den Garten zurück.
Vera fährt den Roma wie
versprochen zurück.
Schweigend nähern sie
sich der Innenstadt. Vera hält dort, wo Mosha vor einigen Stunden
in den Wagen gestiegen ist.
Sie bleiben sitzen. Nach
einer Weile sagt Vera: „Ich will nicht mehr heim ... ich möchte so
nicht mehr leben ...“
„Es ist Ihre Zuhause,
Madame“, sagt der Roma.
„Ich könnte dich lieben,
Mosha ...“
„Nein. Sie lieben Traum von
freier, wilder Mann mit Geige, nicht Mosha Sisic. Sie lieben Filmfigur,
Madame, Maske ...“
„Bitte ... nimm mich mit ...
zeig mir, wie du unter dem Sternenhimmel schläfst, dich morgens im
Fluss wäschst ... lass mich bei dir sein ...“
Mosha holt seine Brieftasche
heraus.
„Madame!“ Er knipst das
Innenlicht über der Frontscheibe an und hält ihr ein Foto
hin. Vera nimmt es entgegen.
„Das ist meine Frau. Das sind
meine Kinder. Ich habe fünf, Sie sehen, Madame?“
„Nein-“, klagt sie.
„Ja“, sagt Mosha. Er steckt
das Familienfoto wieder ein. Dann streichelt er Veras Hand. Er sagt
freundlich: „Madame, ich wünsche Glück für Sie.“ Er nickt ihr noch einmal
aufmunternd zu, nimmt seinen Geigenkasten und geht.
Das Haus ist still, als Vera
heimkehrt. Leise betritt sie das Schlafzimmer, rafft Polster und Decke
zusammen, geht die Treppe hinunter und macht ihr Bett auf dem
Wohnzimmersofa. Schlaflos liegt sie im Dunkeln und sieht durch die
großen Scheiben hinaus in den Sternenhimmel.
„Ich glaube es war doch Camus
...“, sagt Vera. „Der Mensch ist nichts anderes, als wozu er sich
macht. Das ist von Sartre ... und morgen wird alles anders, weil ich es
so will!“, flüstert sie in die Nacht.

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